Kornaten segeln: Nationalpark, Inseln und Fakten

Das Revier der Kornaten in Norddalmatien bietet karge Karstlandschaften und eine streng reglementierte Natur. Dieser Beitrag liefert dir konkrete Fakten zu lokaler Kultur, den Felseninseln und der Tierwelt.

Kornaten mit dem Segelboot: Nationalpark, Ankerbuchten und Gebühren

Die Kornaten gehören zu den eindrucksvollsten Segelrevieren der kroatischen Adria. Im Nationalpark treffen dicht gestaffelte Inselreihen, karge Karsthänge, steile Klippen und kleine, nur saisonal belebte Siedlungen aufeinander. Wer das Gebiet mit einer Yacht besucht, muss jedoch einige Besonderheiten beachten: Für die Einfahrt ist ein Ticket erforderlich, das Ankern und Übernachten ist nur in ausgewiesenen Buchten erlaubt und in streng geschützten Zonen gelten zusätzliche Einschränkungen.

Der Nationalpark Kornati umfasst rund 89 Inseln, Inselchen und Riffe je nachdem ob man jeden Felsen, der irgendwo noch aus dem Wasser schaut, als Insel bezeichnen möchte. Er bildet allerdings nur einen Teil des gesamten Kornaten-Archipels. Die geschützte Fläche beträgt rund 217 Quadratkilometer, von denen etwa drei Viertel auf das Meer entfallen.

Was die Landschaft der Kornaten besonders macht

Die Kornaten wirken auf den ersten Blick nahezu unbewohnt. Heller Kalkstein, niedrige Vegetation und lange Trockenmauern prägen das Bild. Dazwischen liegen schmale Kanäle, geschützte Buchten und kleine Häusergruppen, die vor allem während der wärmeren Monate genutzt werden.

Anders als auf stärker bewaldeten Inseln wie Mljet bestimmen auf den Kornaten offene Karstflächen das Landschaftsbild. Die heutige Vegetation ist jedoch nicht allein das Ergebnis des trockenen Klimas. Auch die jahrhundertelange Nutzung als Weideland und die Gewinnung von Brenn- und Bauholz haben die Inseln geprägt.

An der zum offenen Meer gerichteten Seite befinden sich die sogenannten Kornati-Kronen. Diese markanten Klippen ziehen sich über mehrere Inseln und fallen teilweise steil zur Adria ab. Die Klippen entstanden durch geologische Prozesse und bilden heute einen der bekanntesten Landschaftsräume des Nationalparks.

Das Gebiet ist weder vollständig unbewohnt noch unberührt. Zahlreiche Grundstücke und Gebäude befinden sich in Privatbesitz. Viele Eigentümer stammen von der benachbarten Insel Murter und nutzen ihre Häuser, Weideflächen, Olivenhaine oder gastronomischen Betriebe saisonal.

Trockenmauern als Spuren jahrhundertelanger Nutzung

Über viele Hänge verlaufen lange Trockenmauern, auf Kroatisch Suhozidi genannt. Sie wurden aus den vor Ort vorhandenen Steinen und ohne Mörtel errichtet. Die Mauern markierten Grundstücke und halfen dabei, Weidetiere auf bestimmten Flächen zu halten.

Ihre Linien verlaufen häufig vom Ufer bis weit über die Hügel. Dadurch wird sichtbar, wie systematisch die kargen Flächen früher aufgeteilt und bewirtschaftet wurden. Die Mauern sind deshalb nicht nur landschaftlich prägend, sondern auch Zeugnisse einer mühevollen landwirtschaftlichen Nutzung.

Auf geeigneten Flächen wurden und werden Olivenbäume kultiviert. Daneben spielte vor allem die Schafhaltung eine wichtige Rolle. Die Vorstellung einer vollkommen unberührten Wildnis greift bei den Kornaten daher zu kurz: Die Landschaft ist das Ergebnis des Zusammenspiels von Natur und jahrhundertelanger menschlicher Nutzung.

Murter und die Küste als Ausgangspunkte

Die Insel Murter gilt als wichtiges Tor zu den Kornaten. Sie ist bei Tisno durch eine bewegliche Brücke mit dem Festland verbunden. Viele Familien auf Murter besitzen seit Generationen Grundstücke und Häuser im Archipel. In der Ortschaft Betina wird zudem die Tradition des hölzernen Schiffbaus gepflegt.

Murter selbst gehört nicht zum Nationalpark. Auch vorgelagerte Inseln wie Zlarin und Kaprije liegen ausserhalb seiner Grenzen. Sie können jedoch Teil einer längeren Route durch Norddalmatien sein.

Weitere mögliche Ausgangspunkte für Fahrten in Richtung Kornaten sind unter anderem Šibenik, Vodice, Biograd na Moru und Zadar. Von unserer Heimatbasis in der Marina Baotić bei Trogir liegt das Gebiet weiter nordwestlich. Deshalb sind die Kornaten kein beiläufiger Zwischenstopp, sondern ein Ziel, das in eine passende Wochenroute eingebunden werden muss.

SAILING MANAIA konzentriert sich bei Törns ab Trogir auf den südlichen Teil der Kornaten. Ob diese Route während einer bestimmten Woche sinnvoll ist, hängt von Wetter, Seegang, Crew und dem gesamten Törnverlauf ab.

Bekannte Buchten und Orte im Nationalpark

Innerhalb des Nationalparks gibt es verschiedene Buchten und kleine Siedlungen. Einige verfügen über Mooringbojen, saisonale Restaurants oder einfache Versorgungsmöglichkeiten. Die Infrastruktur bleibt jedoch deutlich begrenzter als in grösseren Hafenorten und Marinas.

Vrulje auf Kornat

Vrulje liegt an der Südwestseite der Hauptinsel Kornat und gehört zu den grösseren saisonalen Siedlungen innerhalb des Nationalparks. Rund um die Bucht stehen traditionelle Steinhäuser und mehrere gastronomische Betriebe.

Oberhalb der Siedlung führen Wege auf die Karsthänge. Von dort öffnet sich der Blick über die umliegenden Inseln und Kanäle. Wer an Land unterwegs ist, sollte auf den vorgesehenen Wegen bleiben und die sommerliche Hitze sowie den steinigen Untergrund berücksichtigen.

Vrulje gehört zu den offiziellen Mooringplätzen des Nationalparks. Das bedeutet jedoch nicht, dass unabhängig von Auslastung und Wetter jederzeit ein geeigneter Platz verfügbar ist.

Lojena auf Levrnaka

Die Bucht Lojena liegt auf der Insel Levrnaka. Ihr heller Kies- und Steinstrand sowie der vergleichsweise helle Meeresgrund sorgen bei Sonnenschein für auffällige Wasserfarben.

Lojena wird während der Saison auch von Ausflugsbooten besucht. Dadurch kann es tagsüber deutlich lebhafter werden. In der Bucht befindet sich ebenfalls ein offizieller Mooringplatz des Nationalparks.

Opat an der Südspitze von Kornat

Die Bucht Opat liegt im Süden der Insel Kornat. Sie gehört zu den bekannten Anlaufpunkten für Yachten und verfügt während der Saison über Gastronomie.

Auch Opat ist als offizieller Mooringplatz ausgewiesen. Restaurantbetrieb, Reservierungsmöglichkeiten und Liegebedingungen sind jedoch dynamische Informationen und sollten vor dem Besuch aktuell geprüft werden.

ACI Marina Piškera

Die ACI Marina Piškera liegt auf dem Inselchen Vela Panitula gegenüber der Insel Piškera. Sie wird saisonal betrieben und bietet eine der wenigen organisierten Marina-Infrastrukturen innerhalb des Nationalparks.

Strom und Wasser stehen dort nur eingeschränkt und zu bestimmten Zeiten zur Verfügung. Nach Angaben des Betreibers gibt es Strom morgens und abends, während die Wasserversorgung noch stärker begrenzt ist. Diese Betriebszeiten können sich ändern und sollten vor dem Anlaufen direkt bei ACI geprüft werden.

Für Gäste, die den regulären Tagesliegeplatz in der ACI Marina Piškera bezahlen, ist nach der offiziellen Tarifinformation ein Eintrittsticket für den Nationalpark eingeschlossen. Es gilt am Ankunftstag sowie am folgenden Tag bis 19 Uhr. Auch diese Regel ist zeitabhängig und muss vor der Reise kontrolliert werden.

Ankern und Übernachten im Nationalpark

Im Nationalpark Kornati darf nicht beliebig geankert oder übernachtet werden. Nach der aktuell veröffentlichten Regelung ist dies nur an den dafür vorgesehenen Stellen erlaubt.

Die Parkverwaltung führt derzeit 16 offizielle Mooringplätze mit insgesamt 164 Bojen auf. Dazu gehören unter anderem Vrulje, Lojena auf Levrnaka, Opat, Šipnate, Kravljačica, Strižnja und Ravni Žakan.

Die vorhandenen Bojen können mit einem gültigen Parkticket ohne zusätzliche Bojengebühr genutzt werden. Die Bojen sind für unterschiedliche maximale Bootslängen ausgelegt. Vor dem Festmachen muss deshalb geprüft werden, ob die jeweilige Boje für die Yacht geeignet ist.

Ein gültiges Ticket garantiert keinen freien Mooringplatz. Besonders während der Hochsaison können bekannte Buchten stark frequentiert sein. Wetter, örtliche Gegebenheiten und Anweisungen der Parkmitarbeiter bleiben unabhängig vom Ticket massgeblich.

In den streng geschützten Zonen ist der Zutritt für Besucher untersagt. Die aktuellen Parkgrenzen, Schutzbereiche und zugelassenen Buchten sollten deshalb anhand der offiziellen Karte und aktueller nautischer Unterlagen geprüft werden.

Tickets und Eintrittspreise 2026

Für das Befahren des Nationalparks mit einer Yacht ist ein gültiges Eintrittsticket erforderlich. Die Preise richten sich nach:

Die Tickets werden pro Schiff und nicht pro Person berechnet. Eine Ausnahme bilden bestimmte Sonderkategorien, beispielsweise motorlose Boote.

Für Schiffe zwischen 11 und 17,99 Metern – in diese Tarifklasse fällt auch eine Lagoon 47 – gelten laut offizieller Preisliste für 2026 folgende Preise:

Ticket 2026

Januar bis Mai und Oktober bis Dezember

Juni bis September

1 Tag, vor der Einfahrt gekauft

50 Euro

95 Euro

3 Tage, vor der Einfahrt gekauft

95 Euro

190 Euro

5 Tage, vor der Einfahrt gekauft

145 Euro

290 Euro

1 Tag, erst im Park gekauft

95 Euro

190 Euro

Damit kostet ein im Voraus gekauftes Tagesticket in der Hauptsaison für diese Schiffsklasse 95 Euro. Wird das Ticket erst innerhalb des Parks gekauft, verdoppelt sich der Preis auf 190 Euro.

Die Parkverwaltung bietet ausserdem ein gemeinsames Dreitagesticket für den Nationalpark Kornati und den Naturpark Telašćica an. Für Schiffe von 11 bis 17,99 Metern kostet dieses 2026 ausserhalb der Hauptsaison 150 Euro und von Juni bis September 300 Euro.

Da Preise, Tarifklassen und Gültigkeitsregeln geändert werden können, sollten diese Angaben vor jedem Besuch auf der offiziellen Website des Nationalparks Kornati geprüft werden. Tickets können unter anderem über den offiziellen Webshop des Nationalparks erworben werden.

Welche Regeln gelten im Nationalpark?

Die Kornaten sind ein geschützter Naturraum. Besucher müssen sich deshalb an die veröffentlichten Regeln der Parkverwaltung halten.

Zu den zentralen Vorgaben gehören:

Wer Water-Toys oder andere motorisierte Wassersportgeräte verwenden möchte, muss vorab prüfen, ob deren Einsatz nach den aktuellen Parkregeln zulässig ist. Eine pauschale Erlaubnis für Seabob oder Jetboard innerhalb des Nationalparks kann nicht sicher bestätigt werden.

Versorgung und Gastronomie

Die Versorgungsmöglichkeiten im Nationalpark sind begrenzt. Die Parkverwaltung empfiehlt, Lebensmittel und andere Vorräte vor der Einfahrt zu besorgen. Während der Hochsaison verkehren gelegentlich Versorgungsboote, und bei der ACI Marina Piškera gibt es einen kleinen Laden mit einem Grundangebot. Ausserhalb der Hauptsaison kann die Versorgung innerhalb des Parks vollständig entfallen.

Mehrere Buchten verfügen während der Saison über Restaurants oder Konobas. Ob ein bestimmter Betrieb geöffnet ist, welche Liegeplätze angeboten werden und ob eine Reservierung notwendig ist, muss aktuell geprüft werden.

Zu den bekannten dalmatinischen Gerichten gehört die Peka. Fleisch, Fisch oder Oktopus werden dabei meist zusammen mit Kartoffeln und Gemüse unter einer Metall- oder Tonglocke gegart, die mit heisser Glut bedeckt wird. Weil die Zubereitung längere Zeit dauert, verlangen viele Restaurants eine Vorbestellung. Dass diese immer am Morgen oder zwingend telefonisch erfolgen muss, lässt sich jedoch nicht allgemein bestätigen.

Gerade in abgelegenen Buchten empfiehlt es sich, Restaurantbesuche und Liegeplätze frühzeitig abzustimmen. Eine Reservierung ersetzt aber weder die Prüfung der Wetterlage noch die Entscheidung, ob eine Bucht nautisch geeignet ist.

Flora und Fauna der Kornaten

Die Vegetation auf den Kornaten ist an trockene, windreiche und nährstoffarme Bedingungen angepasst. Neben Grasflächen und niedrigen Sträuchern wachsen unter anderem Feigen, Oliven und verschiedene mediterrane Kräuter. Die Vegetation ist regional unterschiedlich; die Aussage, auf den Inseln würden praktisch keine Bäume wachsen, wäre zu pauschal.

Die Kornaten sind Lebensraum verschiedener See- und Landvögel. Zu den von der Parkverwaltung beschriebenen Arten gehören unter anderem Krähenscharben, Mittelmeermöwen und Uhus.

Ein grosser Teil des Nationalparks liegt unter Wasser. Felsige Riffe, Seegraswiesen und unterschiedliche Tiefenzonen schaffen Lebensräume für zahlreiche Fischarten, Schwämme, Korallen und andere Meeresorganismen. Gerade diese Unterwasserwelt ist ein wesentlicher Grund für die strengen Schutzbestimmungen.

Schnorcheln gehört zu den grundsätzlich möglichen Besucheraktivitäten. Für selbstständiges Gerätetauchen gelten dagegen besondere Regeln. Es ist nur unter den von der Parkverwaltung festgelegten Bedingungen und an zugelassenen Orten erlaubt.

Wetter und Winde in den Kornaten

Das Klima ist mediterran geprägt. Die Sommer sind häufig warm bis heiss und vergleichsweise trocken, während die Winter milder und niederschlagsreicher sind.

Zu den typischen Winden gehören Maestral, Jugo und Bora. Der Maestral entwickelt sich im Sommer häufig im Tagesverlauf. Der Jugo weht aus südlichen Richtungen, oft aus Südost, und kann über längere Zeit Welle aufbauen. Die Bora kommt aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen und kann stark böig auftreten.

Die niedrigen Inseln bieten nur begrenzten Schutz vor bestimmten Windrichtungen. Gleichzeitig entstehen zwischen den Inselreihen lokale Effekte, die sich nicht allein aus einer allgemeinen Wetterbeschreibung ableiten lassen.

Für die konkrete Törnplanung sind deshalb aktuelle Wetter- und Seegangsvorhersagen, nautische Unterlagen sowie die tatsächlichen Bedingungen entscheidend. Ein allgemeiner Reiseartikel kann keine nautische Beurteilung für eine bestimmte Fahrt ersetzen.

Mit der MANAIA von Trogir in die südlichen Kornaten

Unsere neue Lagoon 47 MANAIA startet ab Juli 2027 von ihrer Heimatbasis in der Marina Baotić in Seget Donji bei Trogir. Die südlichen Kornaten können Teil einer einwöchigen Route sein, gehören aber nicht automatisch zu jeder Segelwoche.

Ob wir in Richtung Kornaten fahren, entscheiden Werner oder Tea anhand von Wetter, Seegang, verfügbarer Zeit und den Wünschen unserer Gäste. Auch der Rückweg nach Trogir muss bei der Routenplanung berücksichtigt werden. Deshalb versprechen wir keinen festen Wochenplan und keine garantierte Liste von Häfen oder Buchten.

MANAIA besitzt vier Doppelkabinen für Gäste, jeweils mit eigenem Bad. Das Schiff kann als Privatcharter für eine geschlossene Gruppe oder im Rahmen einer Kabinencharter gebucht werden. Bareboat-Charter ohne Skipper bieten wir nicht an.

Die Lagoon 47 verfügt über einen Generator und eine Klimaanlage. Ein Wassermacher ist vorgesehen. Solange dessen endgültiger Einbau und die technische Konfiguration nicht verbindlich bestätigt sind, kommunizieren wir ihn nicht als bereits vorhandene Ausstattung. Auch Aussagen über Grösse und Leistung einer Solaranlage oder der Batteriebank verwenden wir erst nach technischer Bestätigung.

Lebensmittel, Getränke, Treibstoff, externe Hafengebühren und Nationalparktickets gehören zu den variablen Kosten einer Segelwoche. Welche Kosten tatsächlich entstehen, hängt von Route, Verbrauch und den Entscheidungen der Gäste ab. Aktuelle Angaben zu Charterpreisen und Leistungen findet ihr unter Preise und Leistungen.

Lohnt sich ein Törn in die Kornaten?

Die Kornaten sind ein besonderes Ziel für Gäste, die eine offene, karge Insellandschaft, kleine Buchten und ein deutlich reduzierteres Umfeld als in den bekannten Hafenstädten Mitteldalmatiens erleben möchten.

Von Trogir aus benötigen sie jedoch eine bewusst geplante Route. Entfernung, Wetter, Seegang und die Interessen der Gäste müssen zusammenpassen. Für manche Wochen können die näher gelegenen Inseln Šolta, Brač und Hvar die bessere Wahl sein. Unter geeigneten Bedingungen bieten die südlichen Kornaten dagegen einen eindrucksvollen Kontrast zu den grüneren Inseln und lebhafteren Küstenorten weiter südlich.

Weitere mögliche Ziele für eine Segelwoche findet ihr auf unserer Seite über Erlebnisse und Reviere. Weitere Artikel über Inseln, Häfen und Buchten stehen im Magazin unter Reviere und Buchten.

Häufige Fragen

Was kostet der Eintritt in den Nationalpark Kornati?

Für den Zugang in diesen Nationalpark fallen Gebühren an. Auf unserem Katamaran buchen wir die nötigen Tickets und legen diese transparent auf die gemeinsame Bordkasse um.

Warum gibt es so viele Steinmauern auf den Kornaten?

Die zahlreichen Trockenmauerwerke, die sogenannten Suhozidi, wurden von Landwirten der benachbarten Insel Murter errichtet. Sie nutzten die kargen Inseln über Jahrhunderte als Weideflächen für ihre Schafe. Die ohne Mörtel gebauten Mauern markierten Grundstücksgrenzen auf dem nackten Fels und hinderten die Herden daran, sich auf dem weitläufigen Terrain zu vermischen.

Dürfen Wassersportgeräte im Nationalpark Kornati genutzt werden?

Die Nutzung von motorisierten Wassersportgeräten unterliegt im Nationalpark strengen Limitierungen, um die sensible Natur zu schützen. Auf der MANAIA mietest du Extras wie das elektrische AWAKE Ravik Jet Board oder den Seabob F9 vorab kostenpflichtig an, nutzt diese aber vorrangig außerhalb der strengsten Schutzzonen der Adria.

Was ist eine dalmatinische Peka?

Die Peka ist eine traditionelle Garmethode. Fleisch vom Lamm, Oktopus oder Fisch gart dabei mit Kartoffeln, Knoblauch und Olivenöl unter einer schweren Metallglocke, die über mehrere Stunden mit heißer Glut bedeckt wird. Du bekommst dieses Gericht in saisonalen lokalen Konobas, musst es jedoch wegen der langen Schmorzeit immer morgens oder am Vortag telefonisch vorbestellen.

Gehören die Inseln Murter und Zlarin zum Nationalpark?

Nein. Die Inseln Murter, Zlarin und Kaprije liegen zwar im geografischen Vorfeld der Kornaten und markieren den Übergang in die Inselwelt der Kornaten, sie gehören aber administrativ nicht zum streng geschützten Gebiet des Nationalparks. Murter dient historisch und kulturell jedoch als wichtiger Bezugspunkt für viele Landbesitzer.