Sieben Tage Adria - Im Rhythmus von Wind und Meer

Eine Woche **Segelferien auf einem Katamaran in Kroatien** verändert nicht die Welt. Aber manchmal verändert sie den Blick auf den Alltag. Begleite uns auf unserem Juni-Törn 2026 durch **Mitteldalmatien** – zu stillen Buchten, lebendigen Küstenorten, kristallklarem Wasser und besonderen Momenten, die noch lange nachwirken.

Sieben Tage Adria – Segeln zwischen Trogir, Hvar und den Inseln Dalmatiens

Türkisblaues Wasser, laue Sommerabende und das Leben im Rhythmus von Wind und Meer. Doch wie fühlt sich eine Woche Segelferien auf einem Katamaran in Kroatien wirklich an?

Unser Juni-Törn 2026 führte uns von Trogir durch die Inselwelt Mitteldalmatiens – mit herrlichen Segeltagen, beeindruckenden Naturerlebnissen, kleinen Herausforderungen und vielen besonderen Momenten. Eine Woche zwischen einsamen Buchten, lebendigen Küstenorten und dem tiefblauen Wasser der kroatischen Adria.

Der erste Segeltag – von Trogir hinaus auf die Adria

Am 4. Juni war es endlich so weit. Nach den Vorbereitungen in Trogir und der obligatorischen Sicherheitseinweisung legten wir ab. Wir setzten Segel und liefen bei herrlichem Segelwind durch den Splitski-Kanal. Die Insel Šolta blieb an Backbord, während wir Kurs auf die offene Adria nahmen.

Bei halbem bis achterlichem Wind segelten wir die meiste Zeit mit 5 bis 7 Knoten durch das tiefblaue Wasser. Ein perfekter erster Segeltag und genau die Art von Auftakt, die eine Woche Segeln in Kroatien so besonders macht.

Segelnder Katamaran auf der offenen Adria vor der kroatischen Küste

Nach einigen herrlichen Stunden unter Segeln und verschiedenen Segelmanövern wollten wir Kurs auf die Blaue Lagune bei Trogir nehmen. Dann geschah etwas, das du weder planen noch buchen kannst – und das für uns zu einem der besonderen Momente dieses Segeltörns durch Dalmatien wurde.

Begegnung mit Delfinen in der Adria

Urplötzlich tauchte nicht weit von uns mittschiffs eine grössere Delfinschule mit etwa 10 bis 12 Tieren auf. Zunächst schwammen die Delfine parallel zu unserem Katamaran, dann kamen sie immer näher. Eines dieser wunderschönen Tiere tauchte plötzlich direkt unter uns auf und schwamm verspielt zwischen den beiden Rümpfen unseres Katamarans hin und her. Was für ein Anblick!

Leider bekam ich in der Aufregung weder Handy noch Kamera schnell genug in die Hand. So existiert von diesem besonderen und unvergesslichen Moment kein Foto und kein Video – nur unsere Erinnerung. Die Delfine begleiteten uns noch eine ganze Weile, schwammen neben und unter unserem Katamaran und verschwanden schliesslich wieder in Richtung Norden.

Diese Begegnung mit Delfinen in der kroatischen Adria war einer jener Momente, die eine Segelreise so besonders machen. Den Tieren aus nächster Nähe zuzusehen, war unglaublich berührend – und für einen Augenblick wirkte es beinahe so, als hätten sie genauso viel Freude an dieser Begegnung wie wir.

Delfine in der Adria vor der kroatischen Küste während eines Segeltörns

Nach diesem ganz besonderen Erlebnis nahmen wir wieder Kurs auf die Blaue Lagune bei Trogir. Dort warfen wir den Anker und verbrachten einige herrlich entspannte Stunden in der Bucht. Kristallklares, türkisfarbenes Wasser, Sonne und die Ruhe vor Anker – ein perfekter Start in unsere Segelwoche in Kroatien.

Am Abend wurden wir bei ein paar Drinks aus der Bordbar mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang über der Adria belohnt. Wir sassen im Cockpit unseres Katamarans, liessen den ersten Tag noch einmal Revue passieren und genossen einfach den Moment.

Kann eine Woche Segelferien in Dalmatien besser beginnen?

Sonnenuntergang über einer ruhigen Ankerbucht in Kroatien, gesehen vom Katamaran

Doch das Meer erinnert einen immer wieder daran, dass nicht alles planbar ist. Am nächsten Morgen versagte beim Aufholen des Ankers plötzlich unsere Ankerwinde. Da eine Weiterfahrt ohne funktionierende Ankerwinde für uns keine Option war, kehrten wir nach Trogir zurück, um den Defekt gemeinsam mit unseren Mechanikern zu beheben.

Nach zwei Stunden schweisstreibender „Fummelei“ an ziemlich unzugänglichen Stellen im Ankerkasten war der defekte Motor ausgetauscht. So endete unser zweiter Tag auf der Adria anders als geplant wieder in unserer Marina in Trogir.

Auch das gehört zu einem Segeltörn in Kroatien dazu. Nicht jeder Tag verläuft nach Plan – entscheidend ist, wie man damit umgeht.

Zurück auf Kurs – Segeln von Trogir Richtung Brač

Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück an Bord, liefen wir erneut aus. Unser Weg führte uns durch den Splitski-Kanal mit dem ursprünglichen Ziel Milna auf der Insel Brač. Die Segelbedingungen waren herrlich und unser Katamaran rauschte nur so durch die Adria.

Doch auf halber Strecke drehte der Wind immer weiter auf Süd und frischte gleichzeitig auf. Für den restlichen Weg nach Milna hätten wir unter Motor weiterfahren müssen. Aber was sind schon Pläne, wenn Wind und Wetter ihren eigenen Plan haben? Wir entschieden kurzerhand, dass wir lieber segeln wollten – und drehten um.

Mit ordentlich achterlichem Wind und zeitweise kräftigerem Seegang legten wir die rund 20 Seemeilen zurück nach Westen rasch unter Segeln zurück. Zeitweise zeigte die Logge mehr als 8 Knoten Fahrt durchs Wasser.

Unser neues Ziel war Maslinica auf der Insel Šolta. Schon beim Einlaufen wurde uns wieder bewusst, warum dieser kleine Hafen zu unseren Lieblingsorten in Dalmatien gehört. Das glasklare Wasser, die schöne Uferpromenade und die entspannte Atmosphäre machen Maslinica zu einem perfekten Etappenziel auf einem Segeltörn durch die kroatische Inselwelt.

Katamaran und Yachten am historischen Schloss Martinis Marchi in Maslinica auf der Insel Šolta

Segeln zwischen Šolta und Hvar

Der 7. Juni bescherte uns einen jener Segeltage, die lange in Erinnerung bleiben. Von Maslinica auf Šolta aus nahmen wir Kurs auf Hvar. Dank eines frischen Maestrals konnten wir die gesamte Strecke zwischen den beiden dalmatinischen Inseln unter Segeln zurücklegen.

Bei 18 bis 22 Knoten achterlichem Wind lief unser Katamaran wie auf Schienen in Richtung Hvar. Die Adria zeigte sich von ihrer schönsten Seite, während die Inselwelt Mitteldalmatiens langsam an uns vorbeizog. Zeitweise zeigte die Logge bis zu 9 Knoten Fahrt durchs Wasser. Herrlich!

Schliesslich liefen wir in die Uvala Jagodna auf Hvar ein und machten an einer der drei Bojen des dortigen Hotels fest. Bei tagsüber wehendem Maestral ist die Bucht aufgrund des einlaufenden Schwells nicht unbedingt unsere erste Wahl für eine ruhige Nacht. Doch wir wollten unbedingt im kleinen Boutique-Hotel Jagodna direkt an der Bucht zu Abend essen.

Das Essen war wie immer hervorragend. Die entspannte Atmosphäre und die besondere Lage direkt am Meer machten diesen Abend zu einem der Höhepunkte unserer Segelwoche in Dalmatien.

Ganz ruhig blieb die Nacht allerdings nicht. Unangenehmer Schwell aus Nordwest sorgte dafür, dass unser Katamaran immer wieder mal kräftig an der Boje zog. Eine kleine Erinnerung daran, dass man beim Segeln in Kroatien trotz aller Planung immer mitten in der Natur unterwegs ist.

Katamaran vor Anker in einer türkisblauen Bucht in Kroatien mit Besuch einer traditionellen Konoba direkt am Meer

Ein besonderes Fotoprojekt beginnt

Am 8. Juni kehrten wir zunächst nach Trogir zurück, um einen weiteren Gast an Bord zu nehmen. Für unsere neue Website wollten wir Bilder entstehen lassen, die genau das zeigen, was unsere Gäste während ihrer Segelferien in Kroatien später selbst erleben können: keine gestellten Werbeaufnahmen, sondern echte Momente und das Leben an Bord eines Katamarans.

Dafür durften wir die professionelle Fotografin Anja Fleischmann an Bord begrüssen. In den kommenden Tagen sollte sie uns mit ihrer Kamera durch die kroatische Inselwelt begleiten und die besonderen Augenblicke unserer Segelreise festhalten.

Den Abend verbrachten wir in unserem Stammlokal, dem Restaurant Buta in Seget Donji. Unter Seglern und Einheimischen ist das Restaurant längst kein Geheimtipp mehr. Die ausgesprochen gastfreundlichen Inhaber und ihre Crew geben sich jedes Mal grösste Mühe, uns mit hervorragendem Essen zu verwöhnen.

Und dann ist da natürlich noch die traumhafte Lage: direkt am Wasser, mit Blick auf die Adria. Ein perfekter Ort, um einen langen Tag ausklingen zu lassen und sich auf die nächsten Etappen unseres Segeltörns durch Dalmatien zu freuen.

Gemeinsames Abendessen in einer Konoba direkt am Meer während eines Segelurlaubs in Kroatien

Ab dem 8. Juni stand unser Törn ganz im Zeichen der neuen Bilder für SAILING MANAIA – und ein wenig auch unter dem Kommando von Anja, die in den folgenden Tagen Hunderte wunderschöne Fotos von unserem Leben an Bord und den gemeinsamen Erlebnissen auf der Adria machte.

Da uns die Fotoaufnahmen wichtiger waren, als möglichst viele weitere Orte abzuhaken, beschlossen wir, mit unserem Katamaran in der Region rund um Split zu bleiben. Selten hatten wir einen so entspannten Segeltörn in Kroatien. Plötzlich waren detaillierte Routenplanung, Vorbereitung und die Frage, wohin wir am nächsten Tag segeln würden, völlig nebensächlich.

Wir liessen uns treiben, suchten schöne Buchten und passende Plätze für unsere Aufnahmen und genossen die Freiheit, jeden Tag neu entscheiden zu können. Genau diese Flexibilität ist für uns einer der grossen Reize von Segelferien in Dalmatien.

Auch das Wetter spielte perfekt mit. Während der gesamten Woche fiel kein einziger Regentropfen, und selbst der Wind liess uns nur selten im Stich. Beste Voraussetzungen für entspannte Tage auf dem Wasser – und für die Bilder, die zeigen sollten, wie sich eine Woche auf einem Katamaran in Kroatien tatsächlich anfühlen kann.

Gäste beim Stand-up-Paddling in einer türkisblauen Bucht während eines Segelurlaubs in Kroatien

Der Tag begann in der kleinen Bucht Racetinovac bei Trogir, direkt gegenüber unserer Marina. Bei spiegelglatter See und völliger Windstille verbrachten wir dort einen entspannten Badetag. Das kristallklare Wasser der Adria lag nahezu unbewegt vor uns – perfekte Bedingungen zum Schwimmen, Entspannen und natürlich für unsere Fotoaufnahmen.

Wer die Bucht Racetinovac kennt, weiss, dass dort eine schwimmende Cocktailbar vor Anker liegt. Und wenn man schon mit dem Katamaran direkt vor einer Bar ankert, die mitten im türkisblauen Wasser schwimmt, gibt es eigentlich nur eine vernünftige Entscheidung.

Natürlich konnten wir der schwimmenden Cocktailbar nicht widerstehen.

Segelurlaub in Kroatien mit Schwimmen, Stand-up-Paddling, Katamaran und entspannten Stunden in einer türkisblauen Bucht

Maslinica – Sonnenuntergang über der Adria

Am Abend liefen wir erneut Maslinica auf der Insel Šolta an und verbrachten eine weitere Nacht im wunderschönen Hafen Martinis Marchi. Ein Ort, zu dem wir während unserer Segeltörns durch Dalmatien immer wieder gerne zurückkehren.

Die Abendstimmung in Maslinica war an diesem Tag kaum mit Worten zu beschreiben. Während im Hafen langsam Ruhe einkehrte, versank draussen auf der Adria die Sonne im Meer und tauchte den Himmel in ein unglaubliches Licht.

Es sind genau diese stillen Momente, die Segelferien in Kroatien für uns so besonders machen: im Cockpit sitzen, auf das Meer schauen und einfach nur den Augenblick geniessen.

Sonnenuntergang über dem Hafen von Maslinica auf der Insel Šolta in Kroatien

Maslinica – Sonnenuntergang über der Adria

Am Abend liefen wir erneut Maslinica auf der Insel Šolta an und verbrachten eine weitere Nacht im wunderschönen Hafen Martinis Marchi. Ein Ort, zu dem wir während unserer Segeltörns durch Dalmatien immer wieder gerne zurückkehren.

Die Abendstimmung in Maslinica war an diesem Tag kaum mit Worten zu beschreiben. Während im Hafen langsam Ruhe einkehrte, versank draussen auf der Adria die Sonne im Meer und tauchte den Himmel in ein unglaubliches Licht.

Es sind genau diese stillen Momente, die Segelferien in Kroatien für uns so besonders machen: im Cockpit sitzen, auf das Meer schauen und einfach nur den Augenblick geniessen.

Ein Abend im Šampjer

Wer Maslinica auf Šolta besucht und Wert auf gepflegte Gastlichkeit legt, für den ist ein Besuch im Restaurant Šampjer aus unserer Sicht ein absolutes Muss.

Von der Hafenmole führt ein etwa 20 bis 30 Minuten langer Spaziergang über Treppen und schmale Gassen bergauf. Der Weg führt zwischen alten und neuen Häusern hindurch und vermittelt noch einmal einen ganz anderen Eindruck von diesem malerischen Ort.

Das Šampjer liegt weit oberhalb des Hafens und bietet eine herrliche Aussicht über Maslinica, die Adria und die vorgelagerten Inseln. Der eigentliche Grund, hierherzukommen, ist für uns jedoch das hervorragende Essen – begleitet von ausgesuchten Weinen, unter anderem von der Insel Korčula.

Die Kombination aus Lage, Aussicht, Küche, Weinen und dem ausgesprochen freundlichen Personal macht das Šampjer für mich zu einem der besten Restaurants auf den Inseln rund um Split. Wenn wir mit unserem Katamaran in dieser Gegend unterwegs sind, gehört ein Abend im Šampjer für uns inzwischen einfach dazu.

Abendessen mit dalmatinischer Küche und kroatischem Wein bei Sonnenuntergang mit Blick auf die Adria

Am nächsten Morgen gingen wir noch einmal eine Runde schwimmen. Direkt vor dem Wellenbrecher der Marina von Maslinica auf Šolta liegt ein kleiner Kiesstrand, der meist nur wenig besucht ist. Das Wasser ist dort – wie eigentlich fast überall an der kroatischen Adriaküste – glasklar.

Später setzten wir uns noch in die coole Strandbar gegenüber, genossen einen kleinen Snack und ein kühles Karlovačko, eines der bekanntesten kroatischen Biere.

Hier lässt es sich wirklich entspannen – ein bisschen Ibiza-Feeling, nur deutlich ruhiger.

Schwimmen im kristallklaren, türkisfarbenen Wasser einer ruhigen Bucht an der kroatischen Adriaküste

Wenn der Maestral in Kroatien zeigt, was er kann

Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von meinem Freund Alan, der als Marinero im Hafen für einen reibungslosen Ablauf sorgt. Anschliessend liefen wir noch einmal aus, um ein paar Stunden zu segeln.

Draussen frischte der Wind – wie angekündigt – aus Nordwest rasch auf. Aus einem angenehmen Segelwind entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit ein ungewöhnlich kräftiger Maestral, der weiter draussen bereits Windgeschwindigkeiten von bis zu 35 Knoten (ca. 65 km/h) erreichte.

Da ausser mir niemand an Bord Erfahrung mit solchen Bedingungen hatte, entschied ich mich, den Kurs in Richtung Blaue Lagune bei Drvenik Veli zu ändern. Im Schutz der Inseln konnten wir weitersegeln und gleichzeitig erleben, wie viel Spass Segeln in Kroatien mit einem Katamaran auch bei kräftigem Wind machen kann.

Segeln mit dem Katamaran auf der offenen Adria in Kroatien mit Skipper und Crew

Auf dem Weg dorthin drehte der Wind immer weiter auf West. Damit war die Blaue Lagune bei Drvenik Veli für uns keine Option mehr. Die beliebte Ankerbucht liegt nach Westen hin weitgehend offen und war bei diesen Bedingungen Wind und Schwell nahezu ungeschützt ausgesetzt.

Bei solchen Bedingungen dort zu ankern bedeutet vor allem eines: Stress. Man hat das Ankergeschirr ständig im Hinterkopf und fragt sich, ob der Anker wirklich sicher hält. Bricht er aus, kann es in einer solchen Bucht schnell unangenehm werden.

Bei ruhigem Wetter zeigt die Blaue Lagune dagegen ihre völlig andere Seite: kristallklares, türkisfarbenes Wasser und Karibik-Feeling mitten in Kroatien.

Luftaufnahme der Blauen Lagune bei Trogir mit türkisblauem Wasser, kleinen Inseln und ankernden Segelyachten

Leider ist die Blaue Lagune bei Drvenik Veli inzwischen ein fester Anlaufpunkt für die grossen Ausflugsboote aus Trogir und Split. Teilweise bringen sie mehrere hundert Gäste gleichzeitig in die Bucht. Entsprechend voll und laut kann es dort tagsüber werden.

Deshalb fahren wir die Blaue Lagune inzwischen am liebsten erst am späten Nachmittag oder Abend an, wenn die meisten Ausflugsboote bereits wieder auf dem Rückweg nach Trogir und Split sind. Für eine ruhige Nacht vor Anker ist sie nach wie vor ein wunderschöner Platz.

Wir liefen anschliessend weiter Richtung Poljica, denn die Bucht bietet bei westlichen Winden guten Schutz. Nach mehreren Ankerversuchen auf schwierigem Grund – Fels und grobem Kies – und trotz grossräumiger Suche fanden wir jedoch keinen Platz, an dem wir guten Gewissens hätten übernachten wollen.

Da wir am nächsten Morgen ohnehin von Bord mussten, entschieden wir uns schliesslich für die Rückkehr nach Trogir. Auf dem Weg dorthin legten wir jedoch noch einen letzten Zwischenstopp in der Bucht Racetinovac ein. Sie liegt direkt gegenüber unserer Marina und damit praktisch auf dem Weg zurück zu unserem Liegeplatz.

Ein entspannter Abschluss unserer Segelwoche

In Racetinovac warfen wir noch einmal den Anker und liessen unsere Segelwoche in Kroatien ganz entspannt ausklingen – mit Schwimmen, SUP-Fahren, einer kleinen Runde mit dem Beiboot und einfach Zeit zum Geniessen.

Erst danach holten wir den Anker ein und fuhren die letzten Meter zurück in unsere Marina bei Trogir.

Entspannter Segelurlaub in Kroatien mit Katamaran, Schwimmen und Stand-up-Paddling in einer ruhigen Bucht

Als die Sonne langsam tiefer sank, machten wir uns endgültig auf den Rückweg nach Trogir. Wieder einmal zeigte sich, dass beim Segeln in Kroatien nicht immer alles nach Plan verläuft – und genau das macht für uns einen Teil des Reizes aus.

Entscheidend ist nicht, jeden Plan um jeden Preis durchzusetzen, sondern jeden Tag das Beste aus den jeweiligen Bedingungen zu machen.

Der obligatorische Tankstopp

Vor der Rückgabe einer Charteryacht in Kroatien muss in der Regel auch der Dieseltank wieder vollständig gefüllt werden. Viele Charterskipper – vor allem weniger erfahrene – sehen diesem letzten Tankstopp mit gemischten Gefühlen entgegen. An den Tankstellen herrscht zum Ende der Charterwoche oft reger Betrieb, die Platzverhältnisse sind eng und das Anlegemanöver muss zügig und sauber funktionieren.

Gerade mit einer unerfahrenen Crew kann dabei schnell Hektik entstehen. Umso wichtiger ist es, die Aufgaben vorher klar zu verteilen und die Crew kurz einzuweisen. Eine gute Vorbereitung nimmt in solchen Situationen viel Stress heraus.

Wir hatten Glück. Da wir bereits am Donnerstagabend tankten, verlief alles völlig entspannt. Gegen 20:00 Uhr waren wir das einzige Boot an der Tankstelle. Wer dagegen am Freitag zum Tanken fährt, erlebt dort nicht selten echtes „Hafenkino“ – mit langen Warteschlangen, hektischen Manövern und gelegentlich auch lautstarken Diskussionen.

Express-collage (7)

Das letzte Anlegemanöver

Von der Tankstelle ging es direkt zurück zu unserem Liegeplatz in der Marina in Trogir. Nach einer Woche an Bord sass inzwischen jeder Handgriff. Dank der eingespielten Crew verlief auch das letzte Anlegemanöver ruhig und kontrolliert. Wenige Minuten später war das Boot sicher vertäut.

Für mich ist das immer ein schöner Moment am Ende einer Segelwoche in Kroatien. Zu Beginn sind viele Abläufe für die Crew noch ungewohnt. Doch mit jedem Tag wächst das Zusammenspiel zwischen Skipper und Crew. Am Ende weiss jeder, was zu tun ist – und genau das macht auch das Anlegen deutlich entspannter.

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Trogir – der perfekte Abschluss einer Segelwoche

Über die Jahre hat sich bei uns eine feste Tradition entwickelt: Am letzten Abend spazieren wir vom Hafen zu Fuss in die Altstadt von Trogir. Nach einer Woche auf dem Wasser ist das für uns der perfekte Abschluss – durch die engen Gassen schlendern, die besondere Atmosphäre der historischen Altstadt geniessen und den Törn bei einem guten Abendessen ausklingen lassen.

Dass die historische Altstadt von Trogir zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, überrascht kaum. Die Stadt wurde bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern gegründet und hat ihren historischen Stadtgrundriss über viele Jahrhunderte hinweg aussergewöhnlich gut bewahrt. Heute gehört Trogir für mich zu den schönsten historischen Küstenstädten Dalmatiens.

Wer einen Abend in Trogir verbringt, sollte sich einfach treiben lassen. Abseits der Hauptgassen finden sich zahlreiche kleine Restaurants mit dalmatinischer und mediterraner Küche. Genau dort verbringen wir jedes Jahr unseren letzten Abend.

Mein persönlicher Favorit ist das Restaurant „Sv. Dominik“ mitten in der Altstadt. Es liegt unmittelbar beim historischen Dominikanerkloster und verfügt über einen wunderschönen Innenhof mit einer ganz besonderen Atmosphäre.

Die Küche verbindet regionale dalmatinische Traditionen mit modernen und kreativen Einflüssen. Für uns gehört ein Abend im „Sv. Dominik“ inzwischen genauso zu einer Segelwoche in Kroatien wie das erste Ablegen aus der Marina.

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Fazit: Segeln in Kroatien ist jedes Mal anders

Hinter uns lag eine Woche voller Kontraste: traumhafte Segelbedingungen, türkisfarbenes Wasser, stille Buchten, lebendige Hafenstädte, hervorragendes Essen, eine Delfinbegegnung und ein Maestral, der zeitweise seine ganze Kraft zeigte.

Wir segelten durch einige der schönsten Segelreviere Mitteldalmatiens und nahmen unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause.

Genau diese Mischung macht das Segeln in Kroatien für uns so besonders. Jeder Tag ist anders, jede Insel und jede Bucht hat ihren eigenen Charakter. Und selbst nach vielen Jahren auf dem Wasser gibt es immer wieder Momente, die überraschen und begeistern.

Vielleicht liegt genau darin die Faszination eines Segelurlaubs in Kroatien: Man kann dieselbe Route zehnmal segeln und erlebt sie doch jedes Mal aufs Neue.

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Texte: Werner Trefzer
Fotografie: Anja Fleischmann (www.anja-fotiart.ch)